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Design meets Science

Prof. Dr. Norbert M. Schmitz

MUTHESIUS KUNSTHOCHSCHULE KIEL

Prof. Dr. Norbert M. Schmitz | Kiel, Germany: Professor für Ästhetik an der Muthesius Kunsthochschule, Kiel. Kunst- und Medienwissenschaftler

Lehrtätigkeiten an Universitäten und Kunsthochschulen in Wuppertal, Bochum, Linz und Zürich. International Vorträge an den Universitäten bzw. Akademien in Chicago, Berkeley, New York, Atlanta, Minneapolis, Paris, Zürich, Bern, Salzburg, Firenze, New Delhi, Lahore, Kathmandu, Seoul, Hangzhou. Methodische Arbeiten zu Fragen der Intermedialität von bildender Kunst und Film, Ikonologie der alten und neuen Medien, Diskursgeschichte der Kunstwissenschaft, des Kunstsystems und der Medientheorie, Methodik der modernen Bildwissenschaft; Sachliche Schwerpunkte: Klassische Filmgeschichte, Avantgardefilm und Kulturgeschichte der Moderne.

Media as Extensions of Man – Anthropologie und Medientheorie. Zur Diskursgeschichte abendländischer Antinomien über Natur und Kultur, Design und Kunst

Marschall McLuhans Beschreibung der Medien als ‚Extensions of Man‘ schrieb sich nur scheinbar in die Geschichte der Medientheorie ein. Tatsächlich war und bleibt ein nicht geringer Teil der Medienwissenschaften einem Technikparadigma verhaftet, dass seine Verve gleichermaßen aus der Konfrontation mit den idealistischen Traditionen der Geisteswissenschaften wie mit den suggestiven Bildern einer Ablösung der menschlichen Natur durch eine Art Technosphäre und Ähnlichem bezog. Anthropologie bzw. Wahrnehmungsbiologie erscheinen hier eher als ‚Restposten‘ einer vormedialen Natur, denn als Grundlage der Medien. Der Vortrag nimmt die Anregung McLuhans auf, um zu zeigen, wie sehr eine rein technizistische Medientheorie nur klassische Antinomien abendländischen Denkens wiederholt, die auf einer längst fragwürdigen Trennung von Körper und Geist, Natur und Kultur, Geschichte und Medialität beruhen. Das gilt insbesondere für Kunst und Design, wenn eine sogenannte ‚Technoästhetik‘ das menschliche Subjekt aus der ästhetischen Produktion ausschließen wollte. Stattdessen geht es um eine historisch informierte Medienanthropologie die sich als konsequente Fortsetzung neuzeitlicher Ästhetik und Medialisierung seit den Tagen des Renaissancehumanismus versteht.

Die Konferenz FURE „The Future of Reading“ konzentriert sich auf die Chancen und Herausforderungen des Umbruchs in der Medienwelt.